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Hinter einer neuen Attraktion steckt viel mehr als nur Stahl, Kabel und Beton. Was für die Besucher später eine Fahrt von wenigen Minuten ist, beginnt bereits Monate zuvor mit Genehmigungen, Vorbereitungen und Abstimmungen. Von Abrissarbeiten über das Fundament bis hin zu Technik und Thematisierung: Der Bau einer Attraktion ist ein Prozess, bei dem viele verschiedene Fachbereiche zusammenkommen.
In „Von der Schraube zum Erlebnis“ zeigen wir, wie dieser Prozess abläuft, aber vor allem, wie viele Menschen daran beteiligt sind. Und wir beginnen mit jemandem, der buchstäblich überall mittendrin ist: Maarten de Vries.
Im Freizeit- & Ferienpark Slagharen arbeiten interne Teams und externe Partner bei solchen Projekten eng zusammen. Menschen, die den Park bestens kennen, wie Projektleiter Maarten de Vries, sind dabei unverzichtbar. Durch seine Erfahrung im Technischen Dienst weiß er genau, wie im Park alles zusammenspielt und wer wann und wo gebraucht wird.
Von der Vorbereitung bis zur Umsetzung
Ein Projekt wie dieses beginnt lange bevor auf der Baustelle überhaupt etwas zu sehen ist. Genehmigungen, technische Ausarbeitung und Planung bilden die Grundlage. Danach folgen die vorbereitenden Arbeiten, wie der Abriss und die Vorbereitung des Baugeländes. Diese Phasen bleiben für die Besucher größtenteils unsichtbar, sind aber entscheidend für den weiteren Verlauf des Projekts. Hier wird das Fundament gelegt, im wahrsten Sinne des Wortes und im übertragenen Sinne, auf dem alles Weitere aufbauen muss.
Für das Team bedeutet das eine kontinuierliche Abstimmung: Informationen müssen rechtzeitig verfügbar sein, die einzelnen Arbeiten müssen ineinandergreifen und das Projekt muss im Zeitplan bleiben. Gerade in dieser Phase wird deutlich, wie wichtig eine gute Zusammenarbeit ist.
Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern
Am Bau einer Attraktion sind zahlreiche Parteien beteiligt: Lieferanten, Designer, Installateure und Subunternehmer. Jeder arbeitet mit seinem eigenen Zeitplan, Fachgebiet und seiner eigenen Vorgehensweise. Die Herausforderung besteht darin, all diese Bereiche zusammenzubringen. Nicht, weil es an Engagement fehlt, sondern weil alles genau zum richtigen Zeitpunkt passieren muss.
Das erfordert kurze Kommunikationswege, klare Absprachen und manchmal auch den Mut, Entscheidungen zu treffen. Innerhalb des Projektteams übernimmt Maarten eine zentrale Rolle. Er führt Informationen zusammen, behält den Fortschritt im Blick und sorgt dafür, dass alle auf dasselbe Ziel hinarbeiten. Manchmal bedeutet das, gemeinsam über eine Lösung nachzudenken, manchmal nachzusteuern und manchmal einfach eine Entscheidung zu treffen: So machen wir es.
Unter der Erde beginnt die eigentliche Arbeit
Ein großer Teil dieses Projekts spielt sich an einem Ort ab, den die Besucher niemals zu Gesicht bekommen werden: unter der Erde. Die bestehende Stromversorgung reichte für eine Attraktion dieser Größe mit zwei Fahrmodi nicht aus. Deshalb wurde die gesamte Infrastruktur angepasst.
Neue Kabeltrassen, leistungsstärkere Anschlüsse, ein neuer Transformator und ein Niederspannungsverteiler waren Teil dieser Arbeiten. Während oberirdisch vor allem die Stahlkonstruktion ins Auge fällt, befindet sich unter der Erde vielleicht einer der wichtigsten Teile des Projekts: die Elektrik. „Wenn die Elektrik nicht stimmt, läuft hier gar nichts“, sagt Maarten. Deshalb wurde hier mit besonders viel Sorgfalt, Abstimmung und Präzision gearbeitet.
Abriss und Fundament: die Basis des Projekts
Bevor der Neubau beginnen konnte, musste zunächst die bestehende Attraktion sorgfältig entfernt werden. Das geschieht kontrolliert: Kabel werden erfasst, Leitungen gesichert und der Untergrund für die nächste Phase vorbereitet. Diese Arbeiten finden größtenteils außerhalb des Blickfelds der Besucher statt, sind aber für ein gutes Endergebnis unverzichtbar.
Danach begann die Millimeterarbeit: das Fundament. Berechnungen, Präzision und handwerkliches Können kommen hier zusammen. Die Qualität dieses Arbeitsschritts bestimmt buchstäblich, wie alles Weitere verläuft.
Thematisierung als fester Bestandteil
Neben der Technik spielt auch das Erlebnis eine große Rolle. Eine Attraktion ist mehr als nur eine technische Anlage. Das Gesamtbild muss stimmen. Deshalb werden Thematisierung, Gestaltung und Details von Anfang an berücksichtigt. Dabei geht es nicht nur um die Optik, sondern auch um praktische Aspekte wie Wartung und Nachhaltigkeit.
Innerhalb des Teams wird kontinuierlich nach der richtigen Balance zwischen Entwurf und Umsetzung gesucht. Maarten betont: „Die Thematisierung ist genauso wichtig wie die Maschine selbst. Ohne diese Geschichte ist es einfach nur Stahl.“ Die Erfahrung zeigt, dass gerade diese Kombination entscheidend dafür ist, wie eine Attraktion am Ende von den Besuchern erlebt wird.
Der Moment der Wahrheit
Am Ende kommt alles in einem ganz besonderen Moment zusammen: wenn sich die Attraktion zum ersten Mal in Bewegung setzt. Dann zeigt sich, ob alle Entscheidungen, Berechnungen und Vorbereitungen stimmen. Nicht nur für Maarten, sondern für das gesamte Team bleibt dieser Moment spannend. Es ist der Moment, in dem monatelange Arbeit plötzlich sichtbar wird.
Gemeinsam zum Endergebnis
Was Projekte wil dieses so besonders macht, ist die Tatsache, dass das Ergebnis immer eine Teamleistung ist. Von der ersten Skizze bis zur letzten Schraube arbeiten viele Menschen gemeinsam auf dasselbe Ziel hin. Jeder Fachbereich ist wichtig: Technik, Thematisierung, Planung, Wartung, Sicherheit und alles dazwischen. Maarten betont das immer wieder. Der Erfolg eines solchen Projekts liegt in der Zusammenarbeit.
Und letztendlich dreht sich alles um ein einziges Ziel: eine Attraktion zu schaffen, in die die Besucher voller Vorfreude einsteigen und aus der sie mit einem breiten Lächeln wieder aussteigen.
Fragt man Maarten, was ihm an einem solchen Projekt am meisten Freude bereitet, fällt seine Antwort überraschenderweise nicht technisch aus. Am schönsten findet er den Moment, wenn das Projekt fertig ist und die ersten Menschen einsteigen, lachen, den Nervenkitzel erleben und anschließend mit glücklichen Gesichtern wieder aussteigen.
Er weiß, dass es vielleicht wie ein Klischee klingt, aber für ihn ist es wirklich so:
„Dafür macht man das alles. Wenn die Menschen Spaß haben, bin ich zufrieden.“