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Freitag, 30. Oktober, ab 17:00 Uhr geöffnet, Samstag, 31. Oktober, von 10:00 bis 22:00 Uhr. Buche deine Tickets →
Wonach suchst Du
Hinter jeder Schraube, jedem Balken und jeder Bauzeichnung von Sky Sifter steht eines immer an erster Stelle: die Sicherheit. Nicht nur an dem Tag, an dem die Attraktion eröffnet wird, sondern bei jedem einzelnen Schritt auf dem Weg dorthin. Während andere vor allem darauf schauen, was gerade entsteht, behält eine Person ständig im Blick, was im Hier und Jetzt passiert. Das ist Joyce.
Als HSE-Koordinatorin ist sie das Gewissen, diejenige, die auch mal auf die Bremse tritt, und der Schutzengel des Projekts, auch wenn sie sich selbst wohl nie so bezeichnen würde. Sie hat vielleicht kein Mitspracherecht bei der Frage, welche Attraktion gebaut oder wo sie aufgestellt wird, doch sie spielt eine entscheidende Rolle dabei, wie der Bau abläuft: kontrolliert, durchdacht und vor allem sicher.
Kontrolle vor Kreation
Während Designer träumen und Ingenieure rechnen, konzentriert sich Joyce vor allem auf die Risiken. Und zwar ganz konkret. Das bedeutet, dass sie jede Phase des Projekts begleitet: von der ersten Schraube bis zur letzten Hubarbeitsbühne, die das Gelände verlässt. Dabei hat sie immer zwei Fragen im Blick:
Und das geht weiter, als man vielleicht denkt.
Zwischen Bauhelmen und Fachjargon
Die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Abteilungen läuft meistens reibungslos, doch das bedeutet nicht, dass alles von selbst geht. Die italienischen Monteure von Zamperla sprechen nicht immer gleich gut Englisch. Gerade dann wird deutlich, wie wichtig Kommunikation für die Sicherheit ist. Trotzdem schafft Joyce es, alle mitzunehmen.
Meistens, weil sie klar und deutlich kommuniziert. Manchmal, weil sie auch konsequent sein muss. Und ja, manchmal tauchen plötzlich überall Bauhelme auf, sobald Joyce das Gelände betritt.
Sie kann darüber lachen: „Manchmal nennen sie mich die Polizistin“, aber genau das möchte sie eigentlich nie sein. Sicherheit ist kein Scherz. Deshalb setzt sie sich durch, wenn es nötig ist. Denn sie weiß, dass sie sich behaupten muss. Sie ist eine der wenigen Frauen in einer von Männern dominierten Welt, doch das ändert nichts an ihrer Rolle. Und schon gar nichts an ihrer Überzeugung.
Gemeinsam nach Lösungen suchen, auch wenn die Antwort manchmal „Nein“ lautet
Die anderen Abteilungen wissen Joyce zu finden. Manchmal mit einer Bitte, manchmal auf der Suche nach Rat. Das Marketingteam möchte Fotos auf der Baustelle machen? Kein Problem. Aber nicht ohne die entsprechenden Sicherheitsvorschriften. Und wenn etwas nicht möglich ist, wie beispielsweise bei Aufnahmen für das Jeugdjournaal, schaut sie nicht nur darauf, was nicht erlaubt ist, sondern vor allem darauf, wie es doch funktionieren kann. Sie sagt nicht gerne „Nein“, aber wenn es sein muss, dann muss es sein. Und immer mit dem Zusatz: „Dann machen wir es eben auf eine andere Art.“
Die spannendsten Momente: „Mal eben schnell“ gibt es nicht
Für Joyce liegen die größten Risiken nie in den großen Plänen, sondern in den kleinen Momenten. In den Momenten, in denen jemand nur noch schnell etwas holen möchte. Oder mal eben die Baustelle überqueren will.
„Genau dann passieren Dinge“, sagt sie nüchtern.
Die Kranarbeiten waren für sie ohne Zweifel am spannendsten. Kräne, Hubarbeitsbühnen, schwere Lasten. Vor allem in den Wochen, in denen es schneite und der Wind kräftig auffrischte. Trotzdem blieb der Bau im Zeitplan. „Wirklich beeindruckend“, betont sie.
Von der Zeichnung zur Realität und trotzdem immer wachsam
Was ihr an diesem Projekt am besten gefällt? Die Dynamik. Die Zusammenarbeit mit so vielen verschiedenen Teams. Teil von etwas Großem zu sein, das zunächst nur eine Zeichnung war und plötzlich tatsächlich vor einem steht.
Aber loslassen? Das fällt ihr weiterhin schwer.
Als der höchste Punkt an seinen Platz gehoben und der Ballast positioniert wurde, herrschte eine feierliche Stimmung. Natürlich genoss auch Joyce diesen Moment. Trotzdem behielt sie jedes Detail genau im Blick. Jedes mögliche Risiko. Nicht weil sie befürchtete, dass die Menschen auf der Baustelle ihre Arbeit nicht richtig machen würden, denn das tun sie. Sondern weil genau das ihre Aufgabe ist.
Ihre Beteiligung endet, sobald die Attraktion in Betrieb geht
Wenn Sky Sifter fertiggestellt und übergeben wird, widmet sich Joyce dem nächsten Projekt. Die Operatoren schulen und Mitarbeiter einweisen, das übernehmen andere. Sie selbst bleibt im Hintergrund, schaut ihren Kollegen aber hin und wieder über die Schulter, um zu sehen, ob weiterhin alles sicher abläuft.
Was sie antreibt
Fragt man Joyce nach ihrer Motivation, bleibt ihre Antwort nüchtern und beinahe entwaffnend einfach:
„Ich möchte, dass die Menschen genauso wieder gehen, wie sie angekommen sind. Dann ist alles gut gelaufen.“
Und eigentlich sagt das alles.
Sky Sifter steht dank Joyce und ihrer Kollegen sicher und solide da. Nicht nur beeindruckend anzusehen, sondern vor allem sicher, von der kleinsten Schraube bis zum gesamten Erlebnis.